Die DJK Kammer feiert ihre Gründung mit einemFestabend
Die DJK Kammer feiert ihre Gründung mit einemFestabend

Die DJK Kammer feiert ihre Gründung mit einemFestabend

Neue Ehrung für Gründungsmitglieder – 50 Jahre Sportgeschichte
im Ort

Obwohl die Sportgeschichte von Kammer und Rettenbach
deutlich weiter in der Vergangenheit ihre Wurzeln hat, besteht die DJK Kammer in
ihrer heutigen Form „erst“ seit dem 7. November 1975. Obwohl die DJK-Sportler ihr
50-jähriges Bestehen im Sommer dieses Jahres mit einer ganzen Festwoche gefeiert
haben, wollten sie es sich nicht nehmen lassen, das exakte Gründungsdatum im
November mit einem eigenen Festabend zu begehen. Dabei war der Saal im
Gasthaus zur Post war bis auf den letzten Platz gefüllt, darunter zwei Tische voller
„Frauen und Männer der ersten Stunde“, die als Dank für ihre Jahrzehnte lange
Treue eigens eine neugeschaffene Ehrung in Empfang nehmen durften.
Im Vorfeld zum Festabend versammelten sich die Mitglieder der DJK sowie die
Ehrengäste, allem voran Traunsteins Oberbürgermeister und Schirmherr Dr.
Christian Hümmer, zahlreiche Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen, den
Mitgliedern des Patenvereins DJK Otting und die Musiker von „Boarisch Blech“, um
gemeinsamen zur Pfarrkirche zu marschieren. Dort angekommen wurden sie von der
Gemeindereferentin und geistlichen Beirätin Monika Angerer empfangen, die mit
einer Andacht durch das Totengedenken führte. Als Zeichen des Gedenkens an die
Verstorbenen wurde durch den Vorstand Herbert Baumgartner eine Blumenschale
niedergelegt. Aktive der Feuerwehr Kammer kümmerten sich unterdessen um die
nötige Verkehrsabsicherung.


29 der 31 noch lebenden Ehrenmitglieder waren anwesend
Beim anschließenden Festabend führte Alois Rieß durch das Programm und die
Musiker von „Boarisch Blech“ sorgten für die passenden Musikalischen Klänge. Den
Höhepunkt des Abends bildete zweifelsohne die Ehrung der Gründungsmitglieder.
„Es freut mich wirklich von Herzen, dass 29 der der 31 noch lebenden
Gründungsmitglieder heute gekommen sind“, betonte der DJK Vorstand und gab
gleichzeitig bekannt, dass zukünftig alle Mitglieder, die 50 Jahre im Verein sind, die
goldene Ehrennadel der DJK Kammer erhalten werden.
Unter den Geehrten befinden sich viele Männer und Frauen, die sich in all den
Jahren nicht nur für den Sportverein, sondern für den Ort, die Stadt und die
Gesellschaft verdient gemacht haben. Dennoch sticht gerade bei der DJK Kammer
das Ehrenmitglied Hans Baumgartner, der Vater des derzeitigen Vorstands hervor. In
all den Jahren hat er sich in vielen Bereichen um die Entwicklung des Vereins
verdient gemacht und sich mit Herz und Leidenschaft für das Wohl der DJK
eingesetzt.

Weiter haben die Ehrung Hannelore und Johannes Gaugler, Johann Jobst, Evi
Wimmer, Heinrich Jobst, Gerhard Poller, Johann Wimmer, Vinzenz Jobst, Franz und
Christa Fuchs, Albert Drechsler, Johann Niederbuchner, Alois, Josef und Nikolaus
Sollacher, Paul und Josef Wolkersdorfer, Johann Leitner, Engelbert Ober, Herbert
Wimmer, Christian und Herbert Baumgartner, Johann Sailer, Hans-Willhelm Huber,
Hans und Helga Gruber, Ulrich Wieser, Helga Wimmer, Johann Wieshuber und
Irmgard Helmberger erhalten.


Hohe Diözesanauszeichnung für Herbert Baumgartner
Eine besondere Ehrung hat außerdem Herbert Baumgartner aus den Händen des
Vizepräsidenten des DJK Diözesanverbandes, Gerald Berger, erhalten. Er wurde mit
dem „DJK Ehrenzeichen in Silber“ für sein Engagement an der Vereinsspitze
gewürdigt. Zu den ersten Gratulanten zählte der Ehrenvorsitzende Reinhard
Lampoltshammer, der seinen Nachfolger mit „du führst den Verein im Sinne der DJK
Gemeinschaft mit Sachverstand und Herzblut und du hast dir diese Ehrung wirklich
verdient“ würdigte.
Bei der kurzen Ansprache des Traunsteiner Stadtoberhauptes und Schirmherrn der
Feierlichkeiten würdigte Christian Hümmer die DJK Kammer und ihre Mitglieder als
„Vorbilder für die gesamte Dorfgesellschaft“ und fügte augenzwinkernd hinzu, „und
für die gesamte Stadt Traunstein sowieso. Darüber hinaus würdigte er die Mitglieder
der DJK Otting und kommentierte die „teuer erkaufte Patenschaft“ mit den Worten,
„ich dachte nach Kammer kommt nicht mehr viel aber die Ottinger erwiesen sich als
durstiges und verhandlungssicheres Volk“.


Die Turnhalle erfreut sich großer Beliebtheit
Darüber hinaus brachte er seine Freude zum Ausdruck, „dass sich die neue
Turnhalle so großer Beliebtheit erfreut und jeden Tag die unterschiedlichsten
sportlichen Angebote abgehalten werden. Abschließend versäumte es der
Schirmherr nicht, den Fußballern zum Aufstieg zu gratulierten und würdigte den
Abteilungsleiter Georg Huber als „Uli Hoeneß von Kammer“.
„Es ist wirklich sensationell, was im Dorf alles läuft und die DJK mittendrin“, freute
sich unterdessen Stefan Namberger vom Stadtverband der Sportvereine. Er hob in
seinem Grußwort die Leistungen der vergangenen Jahrzehnte in den Vordergrund
und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass die Stadt Traunstein die Förderungen
für den Sport aufrechterhält beziehungsweise weiter ausbauen will.
Für zahlreiche Lacher sorgten zwischendurch Irmi Gartner, Betina Hackl und Margit
Lackerschmid mit ihren Badeanzügen und der „rosaroten Schwimmente“. In ihrer
lustigen Darbietung „frotzelten“ sie sehr humorvoll über die ein oder andere Panne
beim Turnhallenhau. „Manch einer im Dorf meinte, dass wir ein Hallenbad anstelle
einer Turnhalle bauen“, schmunzelte Margit Lackerschmid und ergänzte ihre
Ausführungen mit „der umgefallene Baukran war dann nicht nur in Kammer und
Rettenbach sondern deutschlandweit in aller Munde“.

Erstmals mehr als 700 Mitglieder
Herbert Baumgartner blickte unterdessen auf fünf Jahrzehnte Sportgeschichte zurück
und dankte allen, die in all den Jahren etwas für den Verein geleistet haben. Dabei
ging er auf verschiedene Meilensteine wie dem Sportheimbau 1976, die Entwicklung
der Abteilungen Tischtennis, Tennis, Fußball, Gymnastik, Stockschießen und Ski
alpin, die verschiedenen Erweiterungen der Sportanlagen bis hin zu den
Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2000.
Sichtlich stolz betonte Herbert Baumgartner, „dass wir in unserem Jubiläumsjahr
2025 mit insgesamt 706 Mitgliedern die 700er Marke erstmals in der Geschichte der
DJK Kammer übersprungen haben. Seine Ansprache nutzte er auch dazu, um allen
die am Gelingen der Festwoche einen Beitrag geleistet haben zu danken. „Wir hatten
sogar manchmal das Luxusproblem, dass zu viele Helfer da waren“, schmunzelte er
und danke insbesondere den Ortsvereinen, „die einen wesentlichen Beitrag zum
Gelingen der Festwoche beigetragen haben“.


Dank an den Schirmherrn und die Paten aus Otting
Ein Dankeschön richtete er auch an den Patenverein in Otting, „ihr warts ein
sensationeller Patenverein und was ihr gerade am Festsonntag aufgefahren habt, ist
aller Ehren wert“. Nicht zuletzt dankte auch dem Schirmherrn Christian Hümmer. „Wir
stoßen bei dir und der gesamten Stadtverwaltung stets auf offene Ohren und dürfen
uns stets auf die Unterstützung verlassen“, betonte Herbert Baumgartner.
In geselliger Runde, zur Blasmusik von Boarisch Blech unter der Leitung von
Engelbert Ober, fand der Festabend in den späten Abendstunden seinen Ausklang.
Das Wirtshausteam des Gasthauses zur Post servierte dabei zahlreiche kulinarische
Leckerbissen und auch für die Getränke haben die fleißigen Kellner und
Bedienungen im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal gesorgt. Auf der Leinwand
wurden unterdessen verschiedene Schnappschüsse der Festwoche und diverse
„historische Aufnahmen“ aus dem Vereins- und Dorfleben präsentiert.
Text und Bilder: Hubert Hobmaier